Schon 1923 gab es in Kaisermühlen Pfadfinder, die jedoch keiner Gruppe angehörten. Sie waren im Katholischen Jugendbund / Jünglingsverein Kaisermühlen tätig und gehörten dem Wiener Pfadfinderkorps des "Österreichischen Pfadfinderbundes" an. Einer von ihnen war Hans Proß, Sohn eines Staatsbeamten, den der Muttertagsumzug des Wiener Pfafinderkorps 1923 zum Eintritt in die Pfadfinderbewegung anregte.

1926 wurde aus besonders katholisch orientierten Gruppen des Österreichischen Pfadfinderbundes das "Österreichische Pfadfinderkorps St. Georg" gegründet, dessen Korpskurat Pater Aloys Scheidl wurde. In Kaisermühlen ermunterte der Salvatorianer Pater Cyprian Seidl Hans Proß eine Gruppe im Rahmen der "Georgspadfinder" zu bilden. So kam es 1926 zur Gründung der Gruppe 19 mit ca. 15 Buben, wobei Gruppenfeldmeister Hans Proß mit großem persönlichem - auch finanziellem - Einsatz den Aufbau der Gruppe vorantrieb. Der ersten Patrulle "Adler" folgten bald die "Gemsen" und "Schwalben". Auch ein Wolfsrudel und eine Roerrotte wurde gegründet. Die Rover nahmen auch am ersten "Rovermoot" in Kandersteg (Schweiz) teil.

In regelmäßigen Pfingst- und Sommerlagern wurde Pfadfinderei gelebt. Ein Höhepunkt war 1933 das Jamboree in Gödöllö (Ungarn), zu dem die Kaisermühlner Pfadfinder per Schiff über die Donau anreisten. Erstmals konnten die Kaisermühlner Pfadfinder dort die weltweite Verbundenheit der Pfadfinder miterleben und über Grenzen hinweg Freundschaften schließen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme einiger Rover am Weltrovertreffen 1935 in Stockholm. 1936 folgte das Korpslager - Jubiläumslager - in Laxenburg, wo 20 Pfadfinder aus Kaisermühlen Wasserleitungen, Sanitäranlagen, Lagerstellen und Altäre aufbauten und während des Lagers selbst als Lagerpolizei fungierten.

Das (vorläufige) Ende der Pfadfinderbewegung (nicht nur in Kaisermühlen) beschreibt der damalige Rover Robert Koranda so: "Dann kam das Jahr 1938 und in weiterer Folge brach der Zweite Weltkrieg aus. 1938 ging am Fahnenmast langsam die rot-weiß-rote Flagge nieder und während das Lagerfeuer verlöschte, ertönte über den Donaustrom her der Zapfenstreich - ein letztes "Gut Pfad", Gruppe 19."

Viel, darunter Feldmeister Hans Proß und Hilfsfeldmeister Felix Mißliwetz sollten den Krieg nicht überleben.

Erst 1962 wurden die Pfadfinder in Kaisermühle, nunmehr als Gruppe 46, wieder aktiv und neuerlich war es ein Salvatorianer, der den Anstoß dafür gab, Pater Dietmar Hynek, Es begann mit vier Pfadfindern, die im zweiten Bezirk ausgebildet worden waren. Gruppenfeldmeister war Ing. R. Wagerer.

1968 wurde die Pfadfinderinnengruppe 14 "Henry Dunant" gegründet, im gleichen Jahr wurde Konrad Müller Gruppenfeldmeister bei den "46ern". Buben- und Mädchengruppe wurden aufgrund der österreichischen Fusion der Verbände 1976 zusammengeschlossen.

Eine Blütezeit erlebte die Gruppe Anfang der 80er Jahre mit damals über 100 Mitgliedern. Dies war auch die Zeit intensiver Zusammenarbeit mit der Gruppe 28 in Kagran, die bis 1995 andauerte, sowie großes Engagements in der Kolonne, wo die Gruppe 46 über lange Jahre nicht nur den Kolonnenfeldmeister, sondern auch einen Großteil der Spartenbeauftragten stellte.

1981 verließen die Pfadfinder die "Baracke", die ihnen bislang als Heim gedient hatte und zogen interimistisch in den Keller des Pfarrhofes. Zusätzlich wurde im Herbst 1981 das RaRo-Heim in der Moissigasse 11 eingeweiht, ein Kellerlokal, das die Rotte in unzähligen Arbeitsstunden zu einem richtigen "Heim" umgebaut hatte. Nach Fertigstellung des Pater Jordan Hauses am Platz der früheren Baracke wurden den Pfadfindern auch dort wieder Kellerräumlichkeiten zur Verfügung gestellt, die seither von den "kleineren" Sparten genützte werden.

Höhepunkte der jüngeren Gruppengeschichte waren Auslandslager der RaRo in England/Schottland (1980), der gesamten Gruppe in Southall/London (1989 und 1999) samt Besuch der Insel Brownsea, auf der 1907 das erste Pfadfinderlager stattgefunden hatte, der CaEx wiederum Southall und Insel Brownsea (1994), sowie die Teilnahme und aktive Mitgestaltung an den internationalen Landeslagern "VIENNA 90" und "VIENNA 2000" und Besuch des Jamborees 1995 in Holland durch einige Führer der Gruppe.

Nicht zuletzt durch das Landeslager und unsere Auslandslager (London 1989, 1994, 1999, Sopron Pfingsten 1996) haben sich auch internationale Kontakte vertieft, wobei besonders die 2nd Northolt Scouts und deren Späherführer Rix Fox hervorzuheben sind.

Im den letzten Jahren hat sich Kaisermühlen auch rasant vergrößert und seit dem Jahr 2000 haben wir eine weitere Pfarrkirche "Jesus, Hoffnung der Völker" mit unserem Kuraten P. Albert bekommen.

Die letzten 15 Jahre

Wer will über die letzten 15 Jahre etwas schreiben... die fehlen ;-)

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